Hurra, eine kurze, knackige Metronom-Ansage!

Und nochmals hurra: es geht doch…!

Ich verschwende meine Zeit ja nur ungern damit, mich unnötig aufzuregen – aber manchmal fällt es mir wirklich schwer. Als Vielfahrerin im Metronom-Regionalzug fühlte ich mich in den letzten Jahren wirklich häufig regelrecht gequält von den Bandwurmansagen in diesen Zügen – und das dann auch noch an fast jeder Station!!

Nichts gegen den Versuch, sich mit Freundlichkeit und Individualität ein bissel von den anderen Anbietern abheben zu wollen – aber dazu gehört eben in vielen Fällen eine gewisse Portion Geist, über die nicht jedermann/frau verfügt, nix für ungut. Eine Ansage, die vor lauter Redundanz überquillt, als Durchreisende/r einmal zu hören, ist ja vielleicht noch witzig, aber fast täglich?!

“…Und hier noch ein Hinweis in eigener Sache: Bitte beachten Sie, dass in allen Metronom-Zügen ein generelles Alkoholverbot gilt. Das bedeutet, dass auch in diesem Zug das Bereitstellen sowie der Verzehr von Alkohol NICHT gestattet ist!” Wieso nicht einfach: “In allen Metronomzügen gilt ein generelles Ankoholverbot. Danke!” Frage ich mich immer und immer wieder, und dabei war das nur ein Beispiel. Die Antwort ist mir schon klar: weil die meisten Mitreisenden ja blöd sind, und weil es doch toll ist, sich so GEWÄHLT auszudrücken, gell, man könnte meinen, die SchaffnerInnen (oder wie sie auch immer heute heißen) hätten alle studiert, wow…! Ja ja, da kann ich mir die Spitzen echt nicht mehr verkneifen, da kommt Frust auf.

Und gestern passierte es. Eine Frauenstimme verkündete kurz, knapp (und trotzdem freundlich!!) nach der üblichen Begrüßung, die auch erfreulich kurz ausfiel: “In allen Metronomzügen gilt ein generelles Alkoholverbot. Danke!”

Ich traute meinen Ohren kaum. Da kam nix mehr- sie war echt fertig! Ein seliges Lächeln erhellte meine Gesichtszüge (ich darf so schreiben, ich hab studiert…!!! ;-) ), und wäre die Dame zur Fahrkartenkontrolle erschienen, hätte ich mich sofort herzlich bei ihr für die kurze, professionelle Ansage bedankt.

Und das sagt die Rapperin:

Liebe ZugbegleiterInnen, bitte spart euch das Gesülze!

Denn wie sagt schon der Chinese? “In del Külze liegt die Wülze!”

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