Beitrag des NDR über Kik

Beitrag des NDR auf ARD am 04. 08. 2010 über den Textildiscounter Kik

Na, das war doch mal wieder etwas Sinnvolles, Förderliches – und das bei den Öffentlich-Rechtlichen, gleich nachdem Hansi Hinternseher und Konsorten angekündigt wurden

Ein richtig guter Beitrag über Kik und die extrem krasse Ausbeutung sowohl von deren vorrangig indischen Näherinnen und sonstigen Mitarbeitern, als auch der deutschen LadensklavInnen. Alles auch von anderen Discountern mehr oder weniger bekannt, trotzdem erhellend, obwohl (oder gerade weil) kaum reißerisch präsentiert, wie man sich das im kühlen NoRDen ja auch schuldig ist, gell? Jau!

Aber was mich besonders freut an diesem genaugenommen ja negativen Beitrag, ist meine Reaktion auf die Schilderung dieser Zustände: Es gelang – und gelingt – mir nämlich, nicht bei Entsetzen, Traurigkeit und der berühmten Betroffenheit stehen zu bleiben. Denn ich merke es doch immer wieder: betroffen bin ich nicht gerne, jedenfalls nicht lange. Da lenke ich mich dann eher schnell wieder ab mit was Erfreulichem und ändere gar nichts.

Sondern als allmählich doch schon etwas geübte Positivdenkerin gehe ich diesmal weiter: Ich stelle mir vor, was ich denn statt dessen möchte – von meiner Umwelt und von mir selbst!

Und da fallen mir ein:

-         Faire, freundliche, menschenwürdige Bedingungen und vernünftig gute Bezahlung an allen Arbeitsplätzen, an denen Ware produziert wird (natürlich nicht nur Kleidung…)

-         Motivation von MitarbeiterInnen in den Verkaufsstellen durch Freundlichkeit, Begeisterung für die Produkte und angemessen gute Bezahlung sowie ein erfreuliches Arbeitsklima

-         Von mir selbst: Noch mehr Bereitschaft als bisher (bei Kik habe ich wirklich noch nie was gekauft, aber bei anderen Discountern durchaus), für gute Qualität – und das beinhaltet auch fairen Handel und alles oben genannte – mehr zu bezahlen und dafür notfalls weniger im Kleiderschrank zu haben. Selbiges auch in Bezug auf Nahrungsmittel etc. – lieber weniger und dafür „wirklich fair und wirklich Bio“ (für Figur und Gesundheit allemal vorteilhaft…!)

-         Größere Bereitschaft und Freude daran meinerseits, mich so gründlich ich kann (ohne mich dabei „verrückt zu machen“!) zu informieren, was denn nun auch wirklich „fair und bio“ ist!!

-         Jaaa, und weil ich nun mal einen Hang zu Stil und Ästhetik habe (und das war der Hauptgrund, warum ich „Ökoklamotten“ lange Zeit echt gar nix abgewinnen konnte, trotz allem): Mehr von dem erfreulichen Trend zu umweltschonend und „nachhaltig“ produzierten und fair gehandelten Kleidern, Möbeln etc., die auch noch schick und schön sind…!!!!! Es geht doch, das zeigt sich zum Glück immer häufiger!

-         Noch mehr Interesse will ich aufbringen für regionale Produkte – Außenhandel ist eine Sache, und ohne geht es wohl nicht, aber Regioprodukte sind soo unterstützenswert, grundsätzlich…!

-         Und dabei fällt mir ein: Hoffentlich kommt er nun bald, der „Lunar“ – die Regionalwährung für den Raum Lüneburg!! Geplant ist er schon, und als Ergänzung (!) zur Landeswährung ist so eine Regio-„Währung“ eine feine Sache.

Und der Kommentar der Rapperin:

„Ich lass mich nicht zu lähmender „Betroffenheit“ verführen –

statt dessen will ich mich auf das Erwünschte konzentrieren!

Und ich bin mir immer sicherer, dass weniger echt mehr ist,

wenn Produkte ehrlich „bio“ sind und wenn der Handel fair ist.

Die Gier nach „viel und billig“ wird aus meinem Leben rausgekikt;

ich weiß ja, dass mich liebevoll Entstandenes viel mehr beglückt!“

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